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FINAAAAALE!!!

Dieses Spiel war echt spannend, Junge Junge. Zugegeben, ich hab nur die letzten 15 Sekunden gesehen, aber die waren atemberaubend und die Stimmung am Kochen. Fünfzehn Sekunden gebanntes Auf-den-Bildschirm-Starren, absolute Regungslosigkeit, doppelte Herzschlagfrequenz und um die Fernbedienung gekrallte Finger.

Nachdem bei der Fußball-WM wirklich der Bär los war, durfte man eigentlich erwarten, dass sich die Nation mit Feuereifer auf den eher stiefmütterlich behandelten Sport Handball stürzt. Durch den Einzug in's Finale wird diese Euphorie natürlich nicht gebremst, nein, die Fans schweben auf Wolke sieben, Schüler kritzeln sich mit ihren Füllern Spielernamen auf Hände, Wangen und sonstige Körperteile, der Fanartikelverkauf boomt und die Leute räumen auf der Suche nach den Deutschland-Fahnen endlich mal wieder Keller oder Dachboden auf.

(A propos: Ich hab hier noch nen schönen Fahnenmasten zu verkaufen!)

Tatsache ist, die Nation hat einen Grund, sich zu freuen, zu feiern und ein bisschen Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Der Spaß ebbt schnell genug wieder ab und der Kampf um Feinstaub, Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie das allgemeine Gestreite holen die, die es beiseite schieben konnten, schneller als gewünscht wieder ein.

Da kann man nur empfehlen: Scirocco, luftgekühlte VWs oder andere tolle Autos fahren, sie genießen so lange es geht und sich das Cruisen mit ihnen zur Entspannung selbst verschreiben. 

Risiken und Nebenwirkungen? Suchtgefahr, keine nennenswerten Nebenwirkungen bekannt.

1.2.07 20:42


Bis 23.2. stillgelegt

Ok, morgen früh um halb sechs geht's ab in Richtung Toscana. Diesmal allerdings nur für 2,5 Wochen. Das Problem dabei ist, dass ich währenddessen null Zugriff aufs Internet habe, es sei denn, wir kommen durch Zufall in die 60 km entfernte Stadt Grosseto.

Meine Aufgabe besteht jetzt gerade darin, das Auto zu packen. Eigentlich kein Problem, allerdings scheint meine Mum angesichts der 30 Packen Maultaschen, acht Laibe Schwarzbrot, zehn Paar geräucherter Bratwürste, zwei Farbeimern, zahllosen Schraubenschachteln, einem Kasten Mineralwasser, zwei Rucksäcken, einem Schäferhund-Labradormischling inkl. Utensilien und zig anderen Dingen doch leichte Zweifel an der Aufnahmefähigkeit des Kombis zu haben. Zumal noch die potenzielle Bedrohung durch das enorme Volumen eines Kasten Wasseralfinger besteht.

Naja, jetzt ist die werte Familie kegeln gegangen und ich kann hier in Ruhe vor mich hinwurschteln.

Wenn alles gut geht, kommen wir voraussichtlich am 22.2. wieder zurück.

Bis dahin - machts gut, bleibt brav und lasst keine Langweile aufkommen. (Meiner Rechnung zufolge verpasse ich mindestens fünf wichtige "Events" )

3.2.07 19:29


Mal wieder zu spät...

...kommt der großzüngig versprochene Bericht über zweieinhalb Wochen puren Toscana-Genuss.

Dieser spitzen Arbeitsurlaub fing schon perfekt an, beim Tanken an einer italienischen Tankstelle musste ich hektisch zur Kamera greifen und die Zapfsäule ablichten:

....aber Wayne interessierts...

denn kurz vor dem Ziel fühlte ich mich gezwungen, noch schnell auf einem Friedhofsparkplatz anhalten, um einen echten Leckerbissen zu knipsen.

Übrigens zu Verkaufen. Bei Interesse einfach Bescheid geben

Nach 9 Stunden Reise (8 h reine Fahrzeit) sind wir schließlich genau passend angekommen, um vom Hausherren mit einer Flasche Sekt, vom Fernseher mit den letzten zehn Minuten der Handball-WM und von der Natur mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang beglückt zu werden.

Es gibt mehr Sonnenuntergangsbilder als Fotos von sonstigen Toscana-Dingen, weil jeder Sonnenuntergang dort einmalig, unglaublich und wunderschön ist... Jedesmal nimmt man sich vor, keinen mehr zu fotografieren und doch man kann einfach nicht widerstehen.

Am nächsten Morgen wurden gleich Pferde gefüttert und alle Tiere ausgiebig gekrault und getätschelt...

Aramis - ein echtes Traumpferd. Prolliger Prachtskerl und vorsichtiger Riese zugleich

Wenn man diesen Hund sieht, geht einem das Herz auf. Yoghi, knuffiges Kuscheltier, unglaublich liebenswerter Haushüter und frecher Wischmopp in einem.

Lord und Paddy in "Das Januspferd"

Bei zahlreichen Ausflügen ans Meer wurde neben Füchsen, Muscheln und toten Bisamratten auch ein überdimensionales Marshmallow....

....und herumpreschende, Passanten überfahrende Biker gesichtet:

Baden konnte man noch nicht, barfuß am Strand umherschlendern war jedoch genial, denn der Sand war ständiger Sonneneinwirkung ausgesetzt.

Nicht nur direkt am Strand sondern auch auf dem Weg dorthin findet man immerwieder das Wort "Rocco" ;-)

Natürlich fahren auch die Menschen, die in einem kleinen Dorf am Meer wohnen, teilweise schöne Autos:

Im hintersten Hinterhof entdeckt - noch auf die ganz alte Nummer zugelassen

Selbstverständlich haben wir nicht nur Urlaub gemacht (Ich zumindest nicht )

Hinter der "Podere la Locca" [soviel wie "Hof der Verrückten" - wie passend...] steht ein uraltes Backhäuschen und wir begannen, es aus Unkraut, Feuerholz und den Resten seines Daches auszugraben.Dabei assistierte uns auch des Chefs Allwetter-Spielzeug:


Sobald der Innenraum zugänglich und nicht mehr einsturzgefährdet war, musste der Chef aka. Hansele/Zwergele vom Bergele ein Feuer machen, um den Abzug des Ofens zu testen. Schließlich wurde natürlich ein "Der-Backofen-brennt- und-zieht-gut-ab"-Schnaps getrunken, so wie man einen "'s Dach isch dicht"- und einen "Die-Heizung-funktioniert"-Schnaps trinkt.

"Guck, do drenn ischs Feierle!"

Jetzt ein gezielter Tritt und die Hex' ist im Ofen...

Mittlerweile hab ich auch mein Traumrestaurationsobjekt entdeckt - zumindest aus 500m Entfernung:

Auf dem Heimweg gabs natürlich ebenfalls noch genügend Grund zum Lachen, dazu muss man wissen, dass im Italienischen "Sc" , wenn der nächste Buchstabe ein e oder ein i ist, wie "sch" ausgesprochen wird.

Ich wusste nicht, dass es sogar da schon Notfalldienste gibt....

Abschließend kann ich eigentlich sagen, dass mir diese 2,5 Wochen noch wesentlich besser gefallen haben als die drei Monate im Herbst '06 auf dem anderen Hof, weil die beiden Besitzer der Podere la Locca und ihre Sippe mittlerweile auch schon ein wenig eine Familie für mich sind und ich mich dort wohlfühle wie an sonst kaum einem anderen Ort. Es ist ein wunderbares Gefühl, zu wissen, dass es solche Menschen und solche Fleckchen auf der Erde gibt.

26.2.07 22:39





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